Berichte über Yogareisen nach Madeira und in die Türkei



Yogareise ins Hotel Estalagem auf Madeira vom 15. - 22. März 2018

„Welcome home“ - so schön war die Begrüßung bei meiner dritten Yogareise ins wunderbare Hotel Estalagem, dass ich mich wie zu Hause angekommen fühlte! Der freundliche und warmherzige Empfang durch Hoteldirektor Nuno, der Leiterin der Rezeption, Graca und den vielen anderen Mitarbeitern an der Rezeption und im Service lässt das Herz höher schlagen.

Diesmal war es eine kleine, vom Alter her gemischte und dennoch recht homogene Gruppe. Einige litten noch an den Nachwirkungen heftiger Infekte und äußerten ihren sehnlichsten Wunsch dahingehend „endlich gesund zu werden“. Meditation, Entspannung, Beseitigung von Rückenproblemen waren andere Absichtsäußerungen für dieses Woche.

Der Winter hatte das kleine Örtchen Ponta do Sol schwer im Griff gehabt: Sturm und Regen hatten sichtbare Schäden am Ufer hinterlassen und die Pflanzen hatten durch das hoch spritzende Salzwasser gelitten. Wir hatten das Glück, gerade zu Beginn des Wetterwechsel angekommen zu sein. Der Wind war zwar noch ein wenig kühl, aber die Sonne kam immer öfter durch. Während sich zu Beginn noch die Sauna und der Indoorpool oder das Jakuzzi größerer Beliebtheit erfreuten, kamen wir gegen Ende der Woche dazu, im Außenpool zu schwimmen und uns mit Blick auf die Weite des Ozeans zu sonnen.

Durch die Yogastunden und die Mahlzeiten war der Tagesablauf wie immer sehr vorgegeben. Morgens begann ich zunächst mit sanften das Ankommen unterstützenden Bewegungen, die sich zum Ende der Woche zu einem Sonnengruß entwickelten, den alle gerne praktizierten. Selbstverständlich achtete ich darauf, dass jede ihren Kapazitäten entsprechend üben konnte. Sämtliche Bewegungsrichtungen der Wirbelsäule sollten ebenso zum Zuge kommen wie die Stabilisierung des Atemflusses. Wie gewünscht flossen unterschiedliche Meditationen ein: Gehmeditation, Herzchakrameditation, Meta-bhavana-Meditation aber auch sanfte Tiefenentspannung mit und ohne Klangbegleitung.

Mit Freude spürte ich das Interesse für die Frage, was das Ziel des Yogaweges ist und welche Möglichkeiten für diesen Weg angeboten werden. Natürlich war es nur ein kleiner Einblick in ein weitreichendes Feld, aber mir ist es immer wieder ein Anliegen, Yoga als etwas anderes als Gymnastik auf der Matte zu vermitteln!

Für die freie Zeit ergaben sich alleine oder gemeinsam genügend Möglichkeiten. Unter anderem gab es das Angebot, einen Ausflug nach Funchal zu machen. Von dort wurde uns begeistert berichtet, wie viel wärmer es an diesem Tage dort gewesen sei. Aber auch bei uns kletterten die Temperaturen und ein absoluter Höhepunkt war eine Levadawanderung zu einem Wasserfall und den 25 Quellen. Bei strahlendem blauem Himmel wurden wir auf ca. 1200 m Höhe abgesetzt. Von dort ging es bei überraschend kühlem Wind erst mal ewig bergab. Gut ausgeschildert erreichten wir den Wasserfall: dank des wochenlangen Regens war er ausgesprochen beeindruckend und Brunis Schirm tat gute Dienste. Weiter ging es über viele Treppen bergab und eine Levada entlang bis zu den 25 Quellen. Ein Picknick auf einem sonnigen Plätzchen stärkte uns für den Rückweg. Zunächst folgten wir der Levada zurück, nahmen aber dann einen anderen Weg zum Tunnel – ein abenteuerliches Erlebnis dank Taschenlampen. Der Ausblick zum Ozean am andern Ende war beeindruckend und nach einem weiteren einfachen Spazierweg gelangten wir an den vereinbarten Treffpunkt. Der Fahrer war pünktlich zur Stelle und erfreute uns noch mit einer kleinen Rundfahrt an der Küste entlang über Calheta Beach.

Danke an euch alle für diese wunderbare Woche. Es berührt mich selbst immer wieder, wie sehr ich mich auf diesen Yogareisen in Einklang mit meinem Herzen befinde. Auch danke ich euch für die wunderbaren Rückmeldungen am Ende der Woche und wünsche allen noch viele positive Erinnerungen in euren Körperzellen. Nährt und bewahrt sie!

Ulf-Dieter, der immer noch im Krankenhaus in Funchal liegt, drücken wir die Daumen! Mit 88 Jahren eine solche Reise anzutreten, um seiner Frau das Yoga zu ermöglichen, ist bewundernswert. Möge auch er sich getragen fühlen!!!
Barbara Sylvia Kemkes, im März 2018



Yogareise vom 23. - 30. März 2017 ins Hotel Estalagem auf Madeira


Hatha Yoga – Freude und Leichtigkeit


Zum zweiten Mal durfte ich eine Reise an diesen wunderbaren Ort auf Madeira als Yogalehrerin begleiten. Ich wurde herzlich begrüßt von den Angestellten und erst mal zur großen Neuerung geführt: einem wunderbarem Yogaraum – seit November 2016 fertiggestellt. Unter Bäumen mit Ausblick ins Grüne gelegen bietet er viel Platz auf angenehmem Holzboden, und ist beheiz- und klimatisierbar.

Dann war es Zeit für die Begrüßung der Gruppe. Bunt gemischt vom Alter und der Yogaerfahrung her, aber bereits zu diesem Zeitpunkt bereit zu herzlichem Lachen, hatte ich gleich ein gutes Gefühl. Beim gemeinsamen Essen konnten erste Kontakte geknüpft werden. Das Essen erfreute uns zunächst über die Augen und dann auch über die Zunge – der Service war freundlich und aufmerksam. Wir konnten zunächst kaum glauben, dass wir die freie Wahl zwischen Menü oder Speisekarte hatten. 3 Gänge erwiesen sich im Laufe der Woche dann als manchmal zu reichlich, doch die Verführung war immer wieder groß.

Morgens von 7.30 – 9.30 Uhr trafen wir uns dann zur ersten Yogaeinheit im Yogaraum. Ich begann mit Qui Gong Übungen zum warm werden und um die Energie in Fluss zu bringen. Darauf baute ich im Laufe der Woche langsam die asanas und asanafolgen auf und steigerte die Anforderungen. Für manche schien es zunächst zu sanft zu sein. Doch am Ende siegte die Erkenntnis, dass es gut getan hat, auch mal sanft zu üben und vor allem so zu beginnen. Je nach Verfassung der Teilnehmerinnen – diesmal waren es nur Frauen – gab es mal mehr Yoga Nidra/Tiefenentspannung oder weniger und eine entspannendere oder kräftigendere asanapraxis. Theorie nach Interesse und Nachfrage, chanten, Atemübungen und leichte Meditationen ergänzten die Praxis.

In Bewegung gekommen war der Hunger im Anschluss groß und wir verbrachten entspannte Zeit beim Frühstück und dem reichhaltigen Buffet. Es gab einen regen Austausch mit gegenseitigem Kennenlernen. In den ersten beiden Tagen erholte sich jede in der freien Zeit für sich am Pool, beim Wandern, am Meer, bei der Massage oder den kleinen Lädchen des hübschen Ortes Ponta do Sol. Am dritten Tag entschloss sich die gesamte Gruppe zu einer leichteren Levadawanderung ohne steile Abhänge und der Notwendigkeit schwindelfrei zu sein. Mit einem kleinen Bus des Hotels fuhren wir - mit einem Abstecher zu einem beeindruckenden Aussichtspunkt - zur Levada da Girao, von wo aus wir bis Boa Morte wanderten. Ein kleines Picknick zwischendrin stärkte uns. Nach einem Erfrischungstrunk am Zielpunkt wurden wir dort wieder abgeholt und kamen erfüllt wieder im Hotel an. Von 16.30 – 18.30 Uhr wie jeden Tag fand die Abendeinheit Yoga statt. Nach der Wanderung gab es für die Beine Gelegenheit zur Entspannung und zu Ausgleichsbewegungen. An anderen Tagen fand sich Raum für Fragen und Erläuterungen zur Yogaphilosophie. Mit großer Freude spürte ich das Interesse und freute mich, mehr als asanas zu vermitteln.

Ein weiterer Ausflug führte viele nach Funchal – vor allem unsere Schweizerinnen feierten große Erfolge beim shopping. Wir lachten viel und laut und hatten unsere Freude an- und miteinander. Leichtigkeit und Freude – das Motto der Woche schien bei allen immer mehr Fuß zu fassen. Insgesamt wurde die Atmosphäre des Ortes, die Yogaeinheiten und die Umgebung als äußerst wohltuend und angenehm empfunden. So schrieb mir eine Teilnehmerin: „Ich möchte mich nochmal bei Dir für das schöne Seminar bedanken. Es waren sehr schöne kraftvolle Übungen und meine Nackenbeschwerden sind auch deutlich besser geworden. Ich habe viel Kraft, Inspiration und Erfahrungen für den Alltag mitgenommen…. Ich genieße es immer sehr, mich mit Menschen zu unterhalten und zu lachen, die aus den unterschiedlichsten Bereichen kommen. Sie geben mir Anregungen und neue Ideen.“ Ich glaube, dass die Gruppe sich diesen Worten gerne anschließt und könnte mir vorstellen, dass ich die eine oder andere mal wieder auf einer von mir begleiteten Yogareise wiedersehen werde. Danke an alle, die zu dieser besonderen Reise beigetragen haben. Ich freue mich auf das nächste Mal!

Barbara Sylvia Kemkes, im April 2017


Yogareise ins Seminar Center Olympos, Türkei Mitos vom 2. - 9.11.2014
Mit Hatha-Yoga die innere Mitte finden



Aus dem nebligen Deutschland flogen wir voller gespannter Erwartungen Richtung Süden in die Türkei. Bei der Ankunft in Antalya begrüßte uns blauer Himmel und eine warme Sonne. Der Transfer ins Seminarhaus Olympos Mitos verlief problemlos. Je näher wir kamen, desto unberührter wurde die Natur. Der Anblick des Meeres ließ das Herz höher schlagen.

Freundlich wurden wir begrüßt, bezogen unsere Unterkünfte und bekamen eine Kleinigkeit zu essen. Da die meisten Teilnehmer erst spät abends erwartet wurden, war die Gruppe noch recht klein. Die Zeit verging wie im Flug bis wir das hervorragende Abendbuffet plünderten.

Am nächsten Morgen begann der Yogakurs zunächst mit Übungen, die die doshas (Elemente im Körper) ins Gleichgewicht bringen und daraus entwickelten sich aktivere asanas (Körperübungen) im Atemfluss. Nach dem reichlichen Frühstücksbuffet wurden wir mit den Angeboten der Woche vertraut gemacht und anschließend wanderten wir hinunter zum Meer. Es zog alle in seinen Bann – manche wagten schon ein Bad – und alle verbrachten den Tag bis zum Beginn der nächsten Yogaeinheit nach ihren Wünschen. Die abendliche Yogapraxis bestand aus Rezitation, Yogaphilosophie in Verbindung zum Thema der Woche „Den Blickwinkel auf sich selbst verändern“ und Yogaasanas zum sich selbst spüren und sich der eigenen Kraft bewusst werden. Das Abendessen war wiederum einladend als Buffet angerichtet und alle lobten die Auswahl und Zubereitung der Gerichte. Vorspeisen, Salate, Suppe und warme Gemüse, ab und zu Fleisch und Fisch begeisterten uns während der gesamten Woche.

So vergingen die Tage bei hervorragendem Wetter mit der morgens und abends stattfindenden Yogapraxis, den Wanderungen und Ausflügen. So gab es eine Fahrt nach Adlasan mit Wanderung und Bootsfahrt, eine Wanderung durch die Umgebung zum Gölek – Pfannkuchen essen, einen Marktausflug nach Kolkatta und individuelle Ausflüge in die wunderbare Umgebung. Das Meer zog alle magisch an und die letzten Tage war der Strand und vor allem das Café Gold Olympia ein gern erreichtes Ziel.

Zu dieser auslaufenden Saison waren nur noch wenige Menschen vor Ort. Die Ruhe war herrlich. Die Granatäpfel waren reif für die Ernte und wir genossen sie ausgiebig. Die Olivenernte war in vollem Gang und wir konnte beobachten, wie die Männer gemeinsam arbeiteten. Die Abendstimmung oberhalb des Olivenhains vor dem oben gelegenen Yogaraum war traumhaft und teilweise konnten wir wunderbare Meditationen mit Blick in die weite Natur erleben.

Ein Höhepunkt war die Herzchakrameditation am letzten Vormittag gemeinsam mit der offenen Gruppe auf dem Dach des Yogaraums bei Sonnenaufgang. Das Singen rund ums Lagerfeuer mit Begleitung durch einen exzellenten Gitarrenspieler, die Suche nach Liedtexten und das gemeinsame Üben des türkischen Liebesliedes „Azteka“ werden wir als schöne Erinnerungen behalten.

Insgesamt waren die Teilnehmer von ihren Ferien begeistert. Die türkische Gastfreundschaft und die freundliche Behandlung durch das Personal hat sicher viel dazu beigetragen. Zu nennen sei nur die abendliche Bettflasche, die wir auf Wunsch bekamen.

Insgesamt eine wunderbare Woche mit Gelegenheit zu Begegnung und Austausch mit Menschen unterschiedlichster Herkunft. Gerne komme ich wieder und begleite eine Yogagruppe!



Tue Deinem Körper Gutes, damit es Deiner Seele Freude macht, darin zu wohnen!
Teresa von Avila